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Famous world monuments and buildings

Deglobalisierung: Die Welt ist in Bewegung

Investing for Better - April 2023

Reinhard Pfingsten

CIO - Chief Investing Officer

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Eine dieser Folgen ist die aktuell hartnäckige Inflation, gegen die die Zentralbanken ankämpfen. Wie sich dies auf die Anleger auswirkt, erfahren Sie in unserer Anlagestrategie ab Seite 4.

Der veränderte Welthandel hat auch Auswirkungen auf die Investitionen. Was das für die Menschen, Gesellschaft und Umwelt bedeutet, erklärt Judith Sanders, Strategin für nachhaltige Anlagen, ab Seite 8. Außerdem beleuchten wir die Auswirkungen auf die Lieferketten, auf die inzwischen international geltenden Nachhaltigkeitsstandards und auf Seltene Erden, die für die Produktion von Elektrofahrzeugen notwendig sind. Und wir stellen Ihnen die Inhaberin der Bekleidungsmarke Common & Sense vor, die die Produktion in die Nähe ihrer Heimat verlagert hat. Kurzum, wir betrachten die Deglobalisierung aus verschiedenen Blickwinkeln.

Ich hoffe, dass wir Ihnen mit unserem Magazin Inspiration bieten

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr Reinhard Pfingsten

Bethmann bank, eine Marke der ABN AMRO Bank
N.V. Frankfurt Branch

aerial view of a railway

Seit dem Zweiten Weltkrieg hat sich die westliche Welt gewaltig verändert. Auf einmal konnten wir in Europa zum Beispiel Brokkoli und tropische Früchte kaufen – und kauften sie in neuen Selbstbedienungsläden. Jeans hielten Einzug in unsere Kleiderschränke, Waschmaschinen und Schwarz-Weiß-Fernseher in unsere Haushalte. Ab den 1960er Jahren wurden diese Produkte massenweise per Schiffscontainer über die Weltmeere geliefert.

Spätestens mit dem Aufkommen von PCs und Mobiltelefonen ließ das World Wide Web die Welt noch näher zusammenrücken. Einen Urlaub über das Internet zu buchen, eine Handyhülle in China zu kaufen oder einen Videocall mit den USA zu führen sorgte vor einigen Jahren noch für Aufsehen, heute aber nicht mehr.

Diese globale Verflechtung erhielt einen Dämpfer, als ein Schiffscontainer den Suezkanal blockierte oder als sich das Coronavirus aus dem chinesischen Wuhan zu einer globalen Pandemie ausweitete. Und erneut, als Russland in die Ukraine einmarschierte.

Diese Ereignisse führten uns vor Augen, wie anfällig der Welthandel und unsere Handelsketten sind und wie sehr die Umwelt unter diesen Aktivitäten leidet. Heute scheint es eine Umkehr der Entwicklung in Richtung Deglobalisierung zu geben: in eine Zukunft mit weniger statt mehr Welthandel, inklusive aller kurz- und langfristigen Folgen.