Wochenkommentar: Zurück zur Normalität

Aktuelle Nachricht -

Die Investoren scheinen auf die jüngsten Ereignisse vernünftig zu reagieren. Die meisten Aktienmärkte konnten vergangene Woche leicht zulegen.

Die Reaktion der Aktienmärkte auf die jüngsten Nachrichten erscheint logisch. Von der Bundestagswahl in Deutschland über die Verlautbarungen der Zentralbanken bis hin zu Nordkoreas Raketentests scheinen die Investoren alle Ereignisse unaufgeregt zu analysieren und aufzunehmen. An den Aktien-, Anleihe- und Devisenmärkten deutet die Stimmung auf eine Rückkehr zur Normalität hin.

Die jüngste Marktnachricht war die Ankündigung von Trumps Steuerreformplan in der vergangenen Woche. Einzelheiten gibt es dazu kaum. Steuersenkungen sind zwar immer willkommen, aber es könnte sein, dass politische Hürden Trumps geplante Steuerreform verzögern oder umleiten. Außerdem dürften die Demokraten erbitterten Widerstand leisten. Letztlich ist ein Kompromiss zu erwarten, aber es ist noch zu früh, um die Auswirkungen der US-Steuerreform auf Unternehmen oder Märkte abzuschätzen.

Aktienmarkt-Update
Unter dem Strich setzten die Aktienmärkte ihre langsame Aufwärtsbewegung in den vergangenen zwei Wochen fort. Die Investoren bauen in ihren Portfolios immer mehr Risiko auf, und die Volatilität ist wieder auf ein niedriges Niveau gefallen. Der Grund dafür ist die nachlassende Angst vor einer Eskalation der politischen Risiken zwischen den USA und Nordkorea. Ein stärkerer Dollar gegenüber dem Euro kam in der vergangenen Woche den europäischen Märkten zugute.

Der Finanzsektor profitierte von den jüngsten Aussagen der Federal Reserve (Fed), die die Markterwartungen in Bezug auf Zinserhöhungen in den USA erhöhten. An den Aktienmärkten war außerdem eine Rotation heraus aus großen IT-Aktien und hinein in Energie-Aktien zu beobachten, weil die Ölpreise gestiegen sind. Amerikanische Nebenwerte (Small Caps) profitieren davon, dass die Investoren nach attraktiven Chancen suchen, weil die Aktien der großen Konzerne hoch bewertet sind und die Unternehmenssteuerreform von Donald Trump allmählich Form annimmt.

Vereinzelte Unternehmen haben bereits Geschäftszahlen für das dritte Quartal vorgelegt, der Großteil folgt aber erst Mitte Oktober. Dann wird sich zeigen, in welchem Maße die Euro-Aufwertung seit Anfang des Jahres den Gewinnen europäischer Unternehmen geschadet hat. Nike enttäuschte die Investoren mit einem Gewinnrückgang aufgrund eines rückläufigen Marktanteils.

Der Ausgang der Bundestagswahl in Deutschland scheint die Märkte kaum zu bewegen. Was am Ende dabei herauskommt, zeigt sich auch erst, wenn eine Koalition gebildet wurde. ...


Der vollständige Marktbericht steht unseren Kunden wöchentlich zur Verfügung.


Foto: dwphotos /Shutterstock.com

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