Wochenkommentar: Wieder gestiegen

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In der vergangenen Woche sind die Aktienkurse in Erwartung einer anhaltenden Senkungen der Ölproduktion und Fortschritte auf dem Weg zu einer Steuerreform in den USA gestiegen.

Aktienmarkt-Update 
Die Aktienmärkte setzten ihren Aufwärtstrend in der vergangenen Woche zunächst fort. In den USA erreichten die Märkte neue Höchstwerte und wurden dabei vor allem von guten gesamtwirtschaftlichen Daten, optimistischen Stimmungsindikatoren und einer zunehmenden M&A-Tätigkeit angetrieben. Geholfen haben auch günstige Prognosen für die Black-Friday-Umsätze und bis Dienstag die anhaltende Stärke im IT-Sektor. In Europa hielt die politische Unsicherheit in Deutschland die Märkte etwas zurück. Der Abbruch der Gespräche über eine Jamaika-Koalition aus CDU/CSU, FDP und Grünen könnte zu einer politischen Krise führen. Nachdem jedoch klar geworden war, dass die SPD nun doch noch einmal Koalitionsgespräche erwägt, legten sich die Sorgen an den Märkten etwas.
 
Davon abgesehen warteten die Investoren in der vergangenen Woche vor allem auf eine endgültige Ankündigung zu den Steuerreformplänen in den USA und auf die Sitzung der Organisation Öl exportierender Länder (OPEC). Letztere brachte die Vereinbarung der Mitgliedsländer, bis Ende 2018 das Produktionsniveau zu drosseln. Bei den Steuerreformplänen in den USA gab es hingegen erneut Verzögerungen und die jüngsten Entwicklungen in der Russlandaffäre führten zu Verunsicherung bei den Investoren. Trotzdem bleibt der Ausblick für Aktien positiv: Die Fundamentaldaten sind gut, und es gibt kaum Anzeichen für eine Überhitzung. Eine moderate Übergewichtung von Aktien erscheint daher für den Jahresbeginn 2018 angebracht.

Makro-Update
Aus Daten der Europäischen Zentralbank (EZB), die in der vergangenen Woche veröffentlicht wurden, geht hervor, dass die Kreditvergabe der Banken an Nicht-Finanzunternehmen im Oktober sprunghaft gestiegen ist. Das monatliche Kreditvolumen (bereinigt um Verkäufe und Verbriefungen) schnellte von EUR 7,5 Mrd. im September hoch auf EUR 27,6 Mrd. im Oktober. Entsprechend stieg auch die bereinigte jährliche Wachstumsrate im Vergleich zwischen diesen beiden Monaten von 2,4 % auf 2,9 % und erreichte damit den höchsten Stand seit 2009. Die Einzelheiten des Berichts zeigen, dass sich das Wachstum auf länger laufende Darlehen konzentriert, die oft der Finanzierung von Anlageinvestitionen dienen. Diese Beschleunigung der längerfristigen Bankkreditvergabe an Nicht-Finanzunternehmen ist ein weiterer Beleg dafür, dass das Wachstum der Anlageinvestitionen in der Eurozone stärker wird. Wir gehen davon aus, dass die Investitionen der Unternehmen im kommenden Jahr die stärkste Triebfeder für das BIP-Wachstum sein werden …

Der vollständige Marktbericht steht unseren Kunden wöchentlich zur Verfügung. 


Foto: Ersler Dmitry / Shutterstock.com

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