Wochenkommentar: Holprige Märkte

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Zum Wochenschluss sorgten die Ankündigungen von Donald Trump zur Verhängung von Zöllen und damit einhergehenden Ängsten vor einem größeren Handelskrieg für Verunsicherung.

An den Aktienmärkten ging es in der vergangenen Woche aber auch sonst turbulent zu. Seit Donnerstagnachmittag liegt der S&P 500 Index wieder über dem Niveau von Ende 2017, nachdem die Aktienmärkte seit Ende Januar gefallen waren. Auch in Europa und in Japan haben sich die Märkte etwas erholt, sie konnten ihre Stände von Ende 2017 aber noch nicht wieder übertreffen.

Im Euroraum fiel der von der EU erhobene Stimmungsindikator für die Wirtschaft, was bereits weithin erwartet worden war. Es war der zweite monatliche Rückgang in Folge, seit der Index im Dezember ein 17-Jahres-Hoch erreicht hatte. In Deutschland hat sich das Geschäftsklima verschlechtert, die Einkaufsmanagerindizes der Eurozone sind sowohl im Fertigungs- als auch im Dienstleistungsbereich stärker gefallen als erwartet.  Die meisten Indikatoren für die Eurozone bewegen sich nach wie vor auf hohen Ständen, was darauf hindeutet, dass die Wirtschaft des Währungsraums robust wächst.

Anleihemärkte in Wartestellung

In seinen Aussagen vor dem amerikanischen Kongress sprach der neue Fed-Chef Jerome Powell am vergangenen Dienstag von einem robusten konjunkturellen Umfeld. Das ließ die Rendite 10-jähriger Treasuries vorübergehend auf rund 2,92 % steigen – ein ungemütliches Niveau für risikobehaftete Anlagen. Gleichzeitig stiegen die spekulativen Short-Futures-Positionen auf einen neuen Rekordstand, was eine schnelle Erholung der Treasury-Renditen wahrscheinlicher macht.

Die Fed signalisiert momentan drei Zinserhöhungen für 2018 und zwei Schritte für 2019, die die Zielspanne für den Leitzins, die Fed Funds Rate, auf bis zu 2,75 % anheben würden. Auf diesen Stand taxiert die Fed den natürlichen Zins, also das Niveau, auf dem die Geldpolitik weder expansiv noch restriktiv ist. Abhängig von den Inflationsdaten steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed das Tempo erhöht und den Leitzins über den natürlichen Zinssatz anhebt. Für 2018 gehen wir weiterhin von einem mittelfristigen Aufwärtstrend bei den Renditen aus.

In der Eurozone richtete sich die gesamte Aufmerksamkeit auf die gestrige Parlamentswahl in Italien und auf den Mitgliederentscheid der Sozialdemokraten zur Teilnahme der SPD an einer Großen Koalition in Deutschland.

 
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Foto: Ben Bryant / Shutterstock.com

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