Wochenkommentar: Es geht voran

Aktuelle Nachricht -

Der weltweite konjunkturelle Aufschwung gewinnt weiter an Dynamik, während Inflation und Zinsen niedrig bleiben. Diese günstigen Rahmenbedingungen führten vergangene Woche zu einer guten Performance in zyklischen Sektoren.

Makro-Update
Der Gesamteinkaufsmanagerindex (Composite PMI) für die Eurozone ist im November gestiegen und hat den Rückgang des Vormonats mehr als ausgeglichen. Der Index verbesserte sich im November um 1,5 Punkte auf 57,5 und erreichte damit den höchsten Stand seit April 2011. Der Composite PMI ist ein gewichteter Durchschnitt der Aktivitätsindizes für den Fertigungs- und den Dienstleistungssektor. Der Einkaufsmanagerindex liefert eine weitere Bestätigung der anhaltenden konjunkturellen Stärke in der Eurozone und bestätigt uns in unserer Prognose eines über dem Konsens liegenden Wachstums im kommenden Jahr. Wir rechnen damit, dass das Quartalswachstum in der Nähe des aktuellen Niveaus bleibt, denn sowohl die günstigen Finanzierungsbedingungen als auch das solide Wachstum der Weltwirtschaft werden anhalten. 
 
Die Europäische Zentralbank (EZB) veröffentlichte das Protokoll der Ratssitzung vom 25. und 26. Oktober, bei der die Geldpolitiker beschlossen haben, das Anleihekaufprogramm auf unbestimmte Zeit zu verlängern, das monatliche Volumen aber zu senken. Euro-Unternehmensanleihen von Emittenten außerhalb des Finanzsektors verzeichneten am Donnerstag leicht gesunkene Risikoaufschläge. Wir  sind der Auffassung, dass der Ausblick weiterhin positiv bleibt. Dies spiegelt eine Mischung aus starken Fundamentaldaten und dem nach wie vor hohen Volumen der Käufe durch die EZB. Unternehmensanleihen von diesen Emittenten dürften zudem von gesunden Bonitätskennzahlen profitieren. Das Verhältnis von Nettoschulden zu EBITDA liegt bei Unternehmen außerhalb des Finanzsektors im Eurostoxx-Index derzeit bei einem relativ niedrigen Stand von 1,9 (in den USA bei 2,3). 
 
Die EZB scheint bereit zu sein, ihre Anleihekäufe im Rahmen des Programms für Unternehmensanleihen (CSPP) in einem hohen Tempo fortzusetzen, gleichzeitig jedoch im Programm für Staatsanleihen das Tempo zu drosseln. Das CSPP setzte auch Kreditvergabekapazität der Banken frei und ermöglicht den Instituten, Kredite an kleine und mittlere Unternehmen zu vergeben. Umfragen zur Kreditvergabe der Banken bestätigen, dass die Vergabestandards für Unternehmen des Broad-Index (der in Europa im Wesentlichen aus kleinen und mittleren Unternehmen besteht) gelockert wurden und im nächsten Quartal noch weiter gelockert werden dürften.

Aktienmarkt-Update 
Jetzt zum Ende der  Berichtssaison für das dritte Quartal rücken wieder gesamtwirtschaftliche und geopolitische Entwicklungen in den Mittelpunkt. Die Aktienkurse sind in der vergangenen Woche gestiegen, weil sich eine Reihe von Wirtschaftsindikatoren in der Eurozone und in den USA verbessert haben, unter anderem das Verbrauchervertrauen. Auch stärker zukunftsgerichtete Indikatoren, wie die Einkaufsmanagerindizes, haben bestätigt, dass der konjunkturelle Aufschwung weiter Fahrt aufnimmt. Ein positiver Wachstumsausblick bei anhaltend niedrigen Zinsen und einer niedrigen Inflation schaffen Rahmenbedingungen, die für Aktieninvestitionen weiterhin günstig sind ...

Der vollständige Marktbericht steht unseren Kunden wöchentlich zur Verfügung.


Foto: jorisvo / Shutterstock.com

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